24.03.02 Flug nach Lukla,Lukla (2800m) -> Phakding (2600m)
Der Flug mit einer kleinen Twin Otter war phantastisch, der Blick auf die Berge die,
je weiter wir an den Himalaya kamen, umso schneebedeckter waren. Nach einem kurzen Wolkendurchflug
über einen Sattel gab der Blick durch das Cockpitfenster auch schon die Sicht auf die
Landepiste in Lukla frei. Ich hätte nie gedacht, daß ein Flugzeug auf so einer kurzen
Piste landen kann.
Am Flugplatz in Lukla wurden wir gleich in Empfang genommen und nach einem
Tee ging es los mit den Guides Trishan und Amrit, sowie 2 Portern, die sich jeweils
mit 2 Rucksäcken von uns bepackten. Es war ein ziemliches Getümmel auf der Strecke
nach Phakding und die ersten Erfahrungen mit den Hängebrücken war eher belustigend.
Unsere Lodge am Ortsende von Phakding war schön gelegen und recht bequem. Aber leider verdeckten die
Wolken den Blick auf schneebedeckte Gipfel.
25.03.02 Phakding(2600m) -> Namche Bazar(3450m)
Morgens, als wir die ersten Karawanen auf unsere Hängebrücke zusteuern sahen,
machte wir uns schleunigst auf den Weg, welcher immer am Dudh Kosi - Fluß entlang führte.
Bei herrlichem Sonnenschein war endlich auch der Blick frei auf den ersten Giganten, den Thamserku
(6608m). Der Weg kreutzt den Fluß über schöne und aufregende Hängebrücken.
Nach dem Nationalparkeingang, den wir schnell passierten, zog sich der Weg noch 1 Stunde
moderat am Fluß entlang, ging aber dann in einen beschwerlichen Anstieg (650 Höhenmeter)
über.
Namche Bazar liegt wie ein Amphitheater in einem Halbkessel. Beim Gang durch die 'Geschäftsstraße;'
hatten wir fast das Gefühl, in einer größeren Stadt zu sein. Der Ort ist sehr stark
touristisch geprägt. Am Nachmittag wurden noch ein paar e-mails an die lieben Verwandten und
Bekannten abgeschickt (recht teuer) und natürlich der herrliche Apfelkuchen aus der
Bäckerei Hermann Helmers geschlemmt.
Ab 19:00 war Ausgangssperre in Namche Bazar wegen eines ein paar Tage vorher erfolgten Überfalls von
Maoisten auf die Polizeistation im Ort.
26.03.02 Namche Bazar (3450m) -> Thame (3800m)
Da wir uns am anderen Morgen recht gut fühlten, wurde der geplante Ruhetag verschoben und es ging
weiter in ein Seitental zum Kloster in Thame.
Dieses Seitental ist von Touristen nicht so stark frequentiert und uns begegneten auch meist
nur Gruppen, die eine Akklimatisierung mit einem Tagesausflug nach Thame verbunden hatten.
Nach Thame gelangt man auf einem schönen Höhenweg, der erst durch Wälder, dann aber durch
kargere Landschaft führt.
So wie die Landschaft, so änderte sich auch das Wetter und wir erreichten Thame am frühen Nachmittag
bei leichtem Schneetreiben. Aber schon eine Stunde später klarte der Himmel auf und gewährte
einen Blick auf eine grandiose Landschaft.
Thame liegt am Ende eines Seitentales in einem Kessel,
umsäumt von den gewaltigen Kongde Ri (6187m) und Teng Kangpoche (6500m).
Mit etwas Herzklopfen genossen wir hier auch unseren ersten Blick auf einen 8000er (Cho Oyu (8153m)).